Sprachreisen: Malta oder England

Aus sprachlicher Sicht ist die Frage „Malta oder England?“ wohl für die wenigsten tatsächlich eine Frage. Denn man wird Englisch wohl kaum besser lernen als in England. In Malta gibt es schließlich neben Englisch noch die zweite Amtssprache, Maltesisch, eine kunterbunte Mischung aus Italienisch, Arabisch, Französisch und Englisch. Das ist zwar sicher spannend, aber für einen abgerundeten Akzent sollte man wohl besser England den Vorzug geben. Es sei denn natürlich, man möchte nicht nur sein Englisch verbessern, sondern auch gleich noch ein bisschen Maltesisch aufschnappen?

Wenn man jedoch die „Reise“ näher betrachtet, dann zeigt sich, dass man in Malta viel sehen kann und es sich deshalb genau durch den Kopf gehen lassen sollte, ob man sich wirklich für England entscheidet.

Das Wetter ist ein großer Bonus, denn auf Malta ist es außer einigen Wochen Winter  -wirklich Winter, es wird durch Wind und Luftfeuchtigkeit sehr kalt!- meist sehr sommerlich. Hierbei eignen sich die wenigen Sandstrände (Ghajn Tuffieha und Mellieha) eher für touristische Zwecke, die Nebeninsel Gozo bietet dafür alles, was man sich für den perfekten Urlaub wünscht: blaues Meer, weißen Sandstrand, grüne Wiesen und einige wunderschöne Felsformationen. Von der maltesischen Hauptinsel und Gozo besteht ein regelmäßiger Fähr- und Busverkehr, mit dem sich die 30minütige Fahrt schnell bewältigen lässt. Auch die kleinste bewohnte Insel, Comino, ist berühmt für ihre herrlichen Buchten und eignet sich hervorragend zum Tauchen, Schnorcheln und Windsurfen, sodass auch Sportfans auf ihre Kosten kommen.

Aus kultureller Sicht?

Malta hat viel zu bieten:

  • Blue Grotto: Wie der Name bereits andeutet, handelt es sich um eine Höhle im Südwesten der Insel, die nur vom Meer aus erreichbar ist. Die (blaue) Farbe des Wassers dort im Sonnenschein ist faszinierend.
  • Limestone Heritage: zeigt, dass Maltas Wurzeln weit zurückgehen und informiert über den Steinbruch.
  • Valletta: Die Hauptstadt Maltas mit ca einer halben Millionen Einwohnern hat viel zu bieten: Den beliebten Großmeisterpalast, die St. John’s Co-Cathedral, die Lower Barrakka Gardens und den Hafen.
  • The Three Cities: können bereits von Valletta aus gesehen werden. Andersherum hat man von ihnen aus eine herrliche Sicht auf die maltesische Hauptstadt.
  • Mosta: eine von arabischen und normannischen Einflüssen geprägte Stadt. Im Dom ereignete sich 1942 das „Wunder von Mosta“, bei dem eine deutsche Bombe zwar durch die Kuppel des Doms fiel, aber nicht explodierte, sodass die ca 300 Messebesucher überlebten.
  • Mdina: Die ehemalige Hauptstadt der Insel lockt mit ihrer Architektur, wie z.B. der Paul’s Cathedral.
  • Ta’Quali Crafts Village: Nicht weit entfernt von Rabat und Mdina kann man hier maltesische Kunst und Kunstwerke bestaunen und erwerben.
  • The Roman Villa/ Domus Romana: wurde 1881 (in Rabat) entdeckt und ist besonders berühmt für ihre Mosaikböden. Dazu gehören auch die muslimischen Grabsteine, die dort zu finden sind und einmal mehr den Kulturenmix verdeutlichen.
  • Sweethaven Village/ Popeye Village: Eine Kulissenstadt, die 1979 für den Film “Popeye- Der Seemann mit dem harten Schlag“ aufgebaut wurde und die heute ein beliebter Freizeitpark ist. Für 14,50€ kann man die Karten bereits vorher online buchen.